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Mittwoch

12.12.12. ~ Die einen kommen, die anderen gehen

Heute am 12.12.12 sollen die Gebärsäle proppenvoll gewesen sein. Eltern wollten das Geburtsdatum ihres Nachwuchses bestimmen. Die Kaiserschnitt-technik und die heutige Einstellung dazu machen es möglich. Im Jahr 2100 werden einige der heutigen Babys 88-jährig sein, und können auf ein langes Leben zurückblicken. Zufrieden oder unzufrieden, wer weiss das schon?


Und gestern am 11.12.12 hat ein Mensch 92-jährig seinen Körper verlassen, ist gestorben – Ravi Shankar↓.

Indischer Sitarmusiker und Komponist, der durch George Harrison↓ von den Beatles Weltberühmtheit erlangte. Bei vielen meiner Generation löst der Name Ravi Shankar Erinnerungen aus, auch bei mir. An die Hippiezeit↓!

Und obwohl ich keine Hippiefrau war, imponierte mir diese Bewegung. So kam es, dass ich mich eines Tages zusammen mit Hippiefreunden in einem Konzert von Ravi Shankar fand. Ravi Shankar an der Sitar und Alla Rakha↓ am Tabla und als dritte im Kreis eine junge Frau mit einem kleineren Instrument.

Die Musik und das Fremde faszinierten mich, damals mehr noch das Tabla-Spiel als die Sitarklänge.


Wie fremd mir diese Kultur dann doch war, realisierte ich, als ich den Tabla-Spieler zufällig in der Stadt antraf. Er voraus und gut einen Meter wie ein Hündchen hinter ihm her die junge Frau vom Konzerttrio.

Heute mit etwas erweitertem Wissen über die indische Kultur der Lehrer- oder Guru- und Schüler-Beziehung habe ich dafür etwas mehr Verständnis. Doch damals als junge Frau fand ich dieses hierarchische Gehabe einfach inakzeptabel.

Eine Schallplatte hatte ich mir dann doch gekauft und zwar von einem Konzert mit Ravi Shankar und Yehudi Menuhin↓, dem grossen Violonisten. West meets East, dieses Zusammenspiel fand ich bezaubernd↓

Zwei liebliche Töchter von Ravi Shankar tragen sein musikalisches Erbe weiter. Eine im Osten in Indien: Anoushka Shankar↓, eine im Westen in Amerika: Norah Jones↓.



Die Musik ist die gemeinsame Sprache aller Nationen dieser Erde.
Khalil Gibran



Wie die Zeit vergeht, die einen kommen, die anderen gehen. Ich gehöre schon bald zur zweiten Kategorie und ich bin nicht traurig darüber.

Mit möglichst klarem Blick schaue ich auf mein vergangenes Leben zurück, auf gute wie schlechte Zeiten. Und ich kann sagen, einiges habe ich wahrlich wieder dazugelernt in dieser Existenz. Ich bin bereit sie loszulassen. Na gut, dies oder das möchte ich schon noch gerne erledigen-;)))

Weiterhin frohe Vorweihnachtszeit wünsche ich allen hier Lesenden, unsere Stadt befindet sich seit Samstag im tiefsten Winter, und dies obwohl es ja noch Herbst wäre. An Weihnachten wird es vermutlich mit der weissen Pracht vorbei sein, bedauerlich für all diejenigen, die sich wie jedes Jahr weisse Weihnachten wünschen.



Vielleicht war es das dann schon mit dem Winter, obwohl er rein astrologisch noch gar nicht begonnen hat (lach). Also ich hätte auf jeden Fall nicht das Geringste dagegen einzuwenden. Minusgrade sind mir einfach ein Graus.

Winke und kommt gut ins 3. Adventswochenende!

Bild Wikipedia gemeinfrei