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Freitag

Novembertricks und die Klage des ungeliebten Monats November

Nun sind wir mitten drin im ungeliebten Monat November. Der Monat, der uns alle Farben klaut und die Welt in grauer Düsternis hinterlässt.


Gerne berichte ich darüber, wie eine Runde älterer Frauen Pläne schmie-deten, wie sie den grauen Monat austricksen könnten. Einige der Kniffe darf ich hier verraten:
  • Mal wieder ins Kino oder in eine Ausstellung gehen
  • Ein spannendes Buch lesen eingehüllt in eine kuschelige Decke
  • Sich Zeit nehmen für Liegengebliebenes (Räumen und Ordnen sind erstaunlich gut wirkende Depri-Antagonisten)
  • Eine Kerze anzünden, ganz da sein und einen köstlichen Tee trinken (für letzteres kann ich den Tee-Blog↓ empfehlen)
  • Ein wärmendes Duftbad geniessen
  • Ausgiebig kuscheln mit Mensch und/oder Katz-;)
  • Warm angezogen hinausgehen und spazieren, auch wenn es draussen düster und kalt ist: Bewegung bringt die Glückshormone in Schwung
  • Sich mit Farben beschäftigen, sie betrachten und sich in Gedanken mit der gewünschten Farbe anfüllen und umhüllen. Vielleicht mal den Versuch starten etwas zu malen und so richtig in den Farben schwelgen↓
  • Mal wieder Gäste einladen und sich z.B. bei einem deftigen Käsefondue↓ oder –Raclette über die Welt oder was immer uns auf dem Herzen liegt, austauschen.
Und noch so vieles mehr:
Das Wichtigste ist wohl die Tatsache, dass wir schon viele November erlebten und erfahren durften:

Es ist immer wieder Frühling geworden -:)

Aber … nun kommt das dicke Ende! Eine Frau berichtete uns voll Mitgefühl von dem Gerücht, das in den Medien über den Monat November verbreitet wird:
Äusserst niedergeschlagen habe er beim Seelenklempner Hilfe gesucht. Habe sich dort beklagt, weil ihn niemand liebe. Er fühle sich so wertlos, alle ande-ren Monate hätten etwas Besonderes zu bieten, worauf die Menschen sich freuen können.
Aber er,
das einzige was er zu geben habe sei kaltes und tristes Hudelwetter!


Betroffen schwiegen wir Frauen. Auch als uns die Berichtende aufforderte an den gequälten Monat November einige Worte zu richten blieb unsere Anteil-nahme spärlich. Der Gedanke „selber schuld“ hing dick und schwer in der Luft.

Auch mir wollte nichts einfallen um den grauen Miesepeter etwas aufzurich-ten. Leere und Stille breiteten sich in meinem Empfinden aus. Doch plötzlich öffnete sich mein Herz und folgende Worte sprudelten daraus hervor:

„Sie haben Tiefenqualität Monat November. Die Menschen, die Natur und die Tierwelt kommen dank Ihnen zur Ruhe.

Den Menschen verhelfen Sie dazu in sich zu gehen und auch wieder einmal an die Vergänglichkeit zu denken. Sie bringen sie dazu ihre innere Kraft zu entdecken und Wertvolles daraus zu schöpfen.“


Du meine Güte, habe ich darauf gedacht, bin ich noch zu retten? Immer diese Querschlägerei. Statt dem Miesepeter mal so richtig die Leviten zu lesen, er-muntere ich ihn noch in seinem Tun, nicht zu fassen.

Nun denn, ob ihr es glaubt oder nicht, die Frauen in der Runde fanden die Gedanken nicht mal so abwegig, ja sie haben ihnen sogar gefallen *lächel*

Doch die Novembertrick-Kiste bleibt bei uns, da kann der graue Monat noch so klagen und weinen, die geben wir nicht her. Denn sollte es der November mal zu „bunt“ treiben, sind wir gewappnet-:)))