.

.

Sonntag

Am Fluss und im Park mit Menschen, Elfen und Tieren

Ein Bilderbuchtag war das kürzlich Ende Mai! Ein Besuch bei einer lieben Freundin in unserer Landeshauptstadt Bern. Erst ein Picknick in einem Park mit dem Namen Elfenau↓ – Au der Elfen-:)

Dieser Name ruft geradezu nach Märchen- und Traumphantasien. Ob sie heutzutage noch da sind die Elfen in der Elfenau?
Die Elfenstatue, die wir dort angetroffen haben, erzählt von vergangenen Tagen als sich Elfen und Menschen in der Erfahrungswelt begegneten und sich gemeinsam der kleinen und grossen Naturwunder wahrhaftig erfreuten.


Die russische Grossfürstin Anna Fjodorowna mag ein solcher Mensch gewe-sen sein, denn von ihr stammt die Benennung dieser Landschaft.

Als Juliane von Sachsen-Coburg-Saalfeld heiratete sie noch nicht 15-jährig in St. Petersburg den damals 16 Jahre alten russischen Grossfürsten Konstantin, Bruder des Zaren Alexander I. Die Ehe mit Konstantin, der als gewalttätig bekannt war, verlief jedoch unglücklich.
 

Deshalb floh die die mutige junge Frau aus St. Petersburg und liess sich 1813 in Bern nieder, der Heimat des Vaters ihres zweiten Kindes↓

1814 erwarb Anna ein am Ufer der Aare gelegenes Landgut und gab ihm den Namen Elfenau. 1820 wurde schliesslich die Scheidung von Konstantin vollzogen.


Anna Fjodorowna war eine grosse Musikliebhaberin und machte Elfenau zu einem Mittelpunkt der in- und ausländischen Gesellschaft → weiter lesen auf Wikipedia↓

1918 ging die Elfenau an die Stadt Bern über, und 1929 wurde dort die Stadt-gärtnerei eingerichtet. Die Aussenflächen für die gärtnerische Produktion, der historische Landschaftspark, die Schaugärten und Schauhäuser sind öffentlich und frei zugänglich.


Cosmea - Schmuckkörbchen


Roter Mohn - Klatschmohn


Päonien- Pfingstrosen


Die Elfenau ist heute mit dem Naturschutzgebiet an der Aare eine der beliebtesten Naherholungszonen der Stadt Bern.


Spaziergängerinnen und Spaziergänger mit oder ohne Hund, Joggerinnen und Jogger, alt und jung sind auf den schönen Naturwegen anzutreffen.


Nach dem Picknick, an dem auch zwei der immer hungrigen kleinen Spatzen teilgenommen haben, besuchten wir den nahe gelegenen Tierpark Dählhölzli. Der Name des Gebietes leitet sich vom Berner Dialektwort für die Kiefer (Dähle) ab.


Der Tierpark Dählhölzli↓ wurde am 5. Juni 1937 eröffnet, dieses Jahr feiert er seinen 75. Geburtstag. Die Gesamtfläche beträgt 15,5 Hektar. Zurzeit sind 27 Tierpflegerinnen und Tierpfleger im Park beschäftigt und es leben gegen 3000 Tiere dort.

Der Schwerpunkt des Tierparks liegt auch heute noch bei einheimischen und europäischen Wildtieren.


Ein elegantes und schönes Tier ist der Rosaflamingo. Er ist die grösste Art der Flamingos und durchschnittlich 120-140 cm gross. Sein Gefieder ist überwie-gend rosa-weiss. Die Rosaflamingos kommen auch in Südeuropa vor, in Spanien, Portugal und der Camargue in Frankreich.


Neu war für mich der Wisent, oder der Europäische Bison (Bison bonasus), er ist das grösste Landtier Europas und beinahe ausgestorben. Wisente kamen noch bis in das frühe Mittelalter in den Urwäldern von West-, Zentral- und Südosteuropa vor. Der nächste Verwandte des Wisents ist der amerikanische Bison.→ weiteres auf Wikipedia↓

Ob er gutmütig ist? So unbedingt möchte ich dem Wisent nicht Auge in Auge auf dem Spaziergang begegnen. Gelesen habe ich im Internet, er würde dem Menschen aus dem Weg gehen, wenn er auf ihn trifft.


Zum ersten Mal sah ich einen Elch in Natura, den hat wohl der Sankt Nikolaus vergessen in den Norden mitzunehmen-;)


Im April dieses Jahres wurde im Dählhölzli der Bärenwald↓ offiziell eröffnet, er ist nun die neue Heimat von Mischa und Mascha, den beiden russischen Bären.

Sie wurden im Frühling 2009 als Waisenkinder in den Wäldern von Ussurien gefunden. Die russische Präsidentengattin Swetlana Medwedewa brachte sie ein halbes Jahr später anlässlich eines Staatsbesuches als Geschenk an die Stadt nach Bern.


Mischa und Mascha, die beiden Jungbären können sich nun auf 6035 Quadrat-metern inmitten des Dählhölzli-Waldes austoben. Durch grosse Glasscheiben ist es den Besuchern möglich die zwei Bären (wenn sie sich denn zeigen) beinahe hautnah zu erleben. Allerdings sind die Bilder durch die Glasscheiben nicht so gut geworden.


Wir sind dann noch das Gehege, soweit es möglich war, entlang spaziert. Und ein Bär ist da ziemlich nahe vorbeigegangen, so dass sogar seine Ausdünstung zu riechen war.

Ehrlich, mir wäre es nicht geheuer würde ich so einem Braunbären mitten im Wald begegnen, was ja heutzutage wieder möglich ist je nach Region, wo jemand lebt↓


Wie würdest du dich verhalten? Im Internet habe ich einen ausführlichen Ratgeber für das Verhalten bei Begegnungen mit Bären gefunden – HIER↓
Wichtig ist: Der Bär ist ein Wildtier und bleibt immer unberechenbar.

And last but not least meine erste Eiscrème dieses Jahr im gemütlichen Gartenrestaurant. Überall grün – wie das den Augen wohl tut.


Und weiter mit dem Spaziergang am Fluss entlang. Ebenso wie der Kleine auf dem Bild war ich überrascht hier Pelikane anzutreffen. Ins Auge springend in der Pelikanpopulation sind der „In-sich-Ruhende“ oben und der „Philosoph“ unten.


Seit 1971 hält der Tierpark Dählhölzli diese Krauskopfpelikane, die grössten ihrer Art. 2008 brüteten sie erstmals erfolgreich auf der 2005 neu installierten schwimmenden Brutinsel unbehelligt vom Fuchs, der auf der Anlage leider auch ein und ausgeht.


Fasziniert bin ich von der Aare in Bern. Sie ist der längste gänzlich innerhalb der Schweiz verlaufende Fluss und mit Abstand der grösste Nebenfluss des Rheins vor Mosel und Main. Sie führt mehr Wasser als beide zusammen.

Die Gesamtlänge der Aare beträgt 288 km, das Gefälle 1565 m, ihr Einzugs-gebiet 17.620 km² → Weiteres auf Wikipedia↓


Unterwegs angetroffen eine Art Pilzrosette, namenlos da mir unbekannt. Das Heckenröschen hingegen erfreut sich meiner langjährigen Verbundenheit, eine meiner Lieblingsblumen.


Es war an einem Sommertag im Monat Mai … Summer in the City-:)


Zum Abschluss ein steiler Aufstieg zur Terrasse auf der Rückseite des Bundes-hauses. Wir haben es geschafft, was mich betrifft, hatte ich nachher zwei Tage lang einen grausamen Muskelkater.


Die Aussicht ist wirklich phänomenal an so einem klaren und schönen Tag. Entlang dem Pfeil sind wir gewandert. Schön war’s. Vielleicht bald wieder, Bern gefällt mir mit jedem Besuch besser, es ist alles um einiges gemütlicher als hier in Zürich, irgendwie.


Auch mit dabei war der Mond, zunehmend bis zum morgigen Vollmondtag.


Es ist schön, mit den kleinen Dingen glücklich zu sein!
Jeremias Gotthelf 1797 - 1854
eigentlich Albert Bitzius, Schweizer Pfarrer und Erzähler

Bis bald zu Besuch auf euren Blogs *freu*