.... Wie das Wetter am Frühlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang ....

Samstag, 8. Oktober 2011

Etwas Melancholie darf sein!

Für alle, die in diesen Tagen ihren Seelenfreund oder ihre Seelenfreundin vermissen. Etwas Melancholie darf sein!


Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir beson-ders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten. Wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nach dem zarten Gesetz der Seelenwanderung, das im Reich der Liebe herrscht.
Honoré de Balzac 1799 - 1850


Der Tod ist ein Bote des Lebens, und das wir jetzt schlafen, das zeugt vom nahen gesunden Erwachen. Sterblichkeit ist Schein, ist wie die Farben, die vor unserem Auge zittern, wenn es lange in die Sonne sieht.
Friedrich Hölderlin 1770 - 1843


Sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen, sondern schliesse die Augen, und du wirst mich unter euch sehen, jetzt und immer.
Khalil Gibran 1883 - 1931

8 Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Nur wer vergessen ist, ist wirklich tot, so heißt es doch.

Eben habe ich erfahren, dass eine Jugendfreundin, die seit vielen Jahren in der Schweiz wohnte, verstorben ist.

Doch, etwas Melancholie darf ruhig sein!

Bei mir folgt kurz darauf wieder Fröhlichkeit - zum Glück!

Lieben Gruß und einen schönen Abend, Brigitte

Ocean hat gesagt…

Guten Abend, liebe Elfe ..

ein wirklich wunderschönes, aber auch trauriges Lied. Du hast recht ..mit allem, was du schreibst, aber es ist so schwer, das zuzulassen und anzunehmen. Für mich zumindest - da muß ich noch viel, viel lernen...

Melancholie ..

wir waren am Samstag in dem Kinofilm "Melancholia" - ein beeindruckendes Erlebnis :)

Alles Liebe für dich und eine gute Nacht ..eine schöne neue Woche wünscht dir mit lieben Grüßen Ocean (die leider oft Kommentierprobleme bei Blogspot allgemein hat - und den Firefox nicht überall / tagsüber verfügbar ..)

:-)

Elfe hat gesagt…

@Brigitte
Das hast Du irgendwann gut gelernt, vielleicht ja schon mitgebracht, wer weiss; Schmerz anzunehmen und ihn auch bald wieder loszulassen.

Irgendwo habe ich gelesen, das Leben wird einfacher und heiterer, wenn es uns gelingt weder an Leid noch an Freud zu haften.

Ich lerne noch, es gelingt mir schon viel besser, doch manchmal leide ich immer noch am Leid der Welt, verrückt ich weiss, denn damit ist niemandem geholfen.
Herzlichen Dank für Deinen Kommentar und liebe Grüsse
Elfe

Elfe hat gesagt…

@Ocean
Über den Film habe ich bei Dir gelesen, vielleicht gehe ich ihn anschauen, wenn er hier läuft.

Ja Du hast recht, den Schmerz zuzulassen ist schwer und doch so wichtig, ihn jedoch auch wieder loszulassen, ist ebenso notwendig. Ihn irgendwie in die Weite des inneren Universums loszulassen und zu vertrauen.

Ich habe auch IE, ich kann wieder kommentieren, allerdings bei den Blogs, wo die Kommentierfläche gleich unterhalb des Posts ist, da funktioniert es nicht immer.

Ich hoffe, ich bringe diese Woche noch einen Blogbeitrag zustande, und dann werde ich auch wieder kommentieren. Ich habe jetzt einen erhöhten Sitz und das Notebook habe ich auf ein Kistchen gestellt, so dass ich mit kerzengeradem Rücken schreiben kann.
Herzlichen Dank für Deinen freundlichen Kommentar und liebe Grüsse
Elfe

juwi hat gesagt…

Hallo Elfe,

seit ich ab und zu in den Online-Ausgaben Schweizer Zeitungen lese, ist mir aufgefallen, dass es viele "Internationale Tage" gibt, die bei euch zumindest in der Presse erwähnt werden, von denen hierzulande niemand Notiz nimmt. So ein Tag des Alters, wie du ihn beschreibst, täte auch unserer Gesellschaft in Deutschland gut. Vieles von dem Wohlstand, der heute für uns selbstverständlich ist, haben wir der Lebensleistung derer zu verdanken, die vor uns waren. Heute gehört bei uns schon jemand zum "alten Eisen", das niemand mehr braucht, wenn er mit Ende Vierzig arbeitslos wird. Ich finde das beschämend.

Das Lied Autumn Leaves ist mir denn doch etwas zu viel Melancholie, aber die Bilder, besonders im ersten Video, sind phantastisch. Leider gibt es in unserer Gegend überwiegend Nadelwälder oder Mischwälder mit einem hohen Anteil an Nadelbäumen. Einen reinen, lichten Laubwald an einem sonnigen Altweibersommertag zu erleben, muss traumhaft sein.

Gruß von der Nordseeküste,
juwi

Der Geestendorfer hat gesagt…

Hallo Elfe,

das Lied "Autumn Leaves" ist sehr gefühlvoll. Ich kannte es bisher noch nicht. Die Versionen von Eric Clapton und Edith Piaf gefallen mir sehr. Die Photos von den bunten Laubbäumen bringen mich auf die Idee in den nächsten Tagen, wenn es nicht mehr regnet, wieder mit meinem Photoapparat in unseren "Bürgerpark" zu gehen und vielleicht auch so schöne Bilder zu schießen.

Tschüss,
Holger

Waldameise hat gesagt…

Liebe Elfe,

was Balzac schreibt, ist wunderbar. Genauso sehe ich es auch. Ich habe den Weg für mich gefunden, wie ich mit meinem Schicksal klarkomme. Ja, es gibt dennoch die verzweifelten Momente, die tieftraurigen, aber die wird es immer geben, denn die Erinnerungen lassen mein Herz aufleuchten oder verdunkelnm, je nachdem, was ich wieder spüre. Gegen diese Gefühle im Innern kann man nichts tun, aber fest an etwas Bestimmtes glauben, das mir und den Zurückgelassenen hilft.

Liebe Grüße,
Andrea

DieWasserfrau hat gesagt…

@Alle
Ganz herzlichen Dank für Eure Kommentare und Einblicke.
Liebe Grüsse
Elfe