Ein wunderschöner Tag war das, Sommerwärme ohne stechende Hitze. Das Licht am späten Nachmittag verzauberte die Parklandschaft, die Blumen, Bäume und Wiesen. Die Wolken schwebten wie abgezupfte Wattebäuschen am tiefblauen Himmel, rundum satte Zufriedenheit.
Auf dem Weg in den Park leuchtete ein rosa Farbenmeer in der Sonne, und hüpfte als Bild in meine Kamera hinein, fantastisch!
Im Park sind es die Herbst- und noch ein Rest Sommerblumen, die die Besucher erfreuen. Gelbe Astern, rote Dahlien, die pinkfarbene Cosmea und das liebliche blaue Blümchen, seinen Namen hat es mir nicht genannt-;)
Auf einer Parkbank die Zeitung lesen und sich im milden Sonnenlicht baden, Wohlgefühl pur für das Gemüt.
Ich hatte gut Zeit die Stimmung in Ruhe zu genießen, denn hier in der Stadt sind die Geschäfte bis um 20.00 Uhr geöffnet, genügend Zeit um noch dies und das vor dem Abendessen einzukaufen.
Cosmea, Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus)
Besonderheiten: Keimt fast über Nacht, braucht dann aber längere Zeit, um sich zu entwickeln. Daher Samen aussäen schon ab Anfang Februar, dann hat man ab etwa Mitte April bereits blühende Pflanzen. Sonst anspruchslos, blüht in der Sonne überreich bis zum ersten stärkeren Frost, verträgt angewachsen auch Trockenheit. Quelle gartendatenbank.de
Nächstes Jahr werde ich eine Cosmea in meinen kleinen Garten setzen; versuchsweise. In der Hoffnung die Schnecken zeigen ihr die kalte Schulter, wie sie es zum Beispiel auch beim Löwenmäulchen tun.
Bald ist wieder Zeit die Tulpenzwiebeln zu stecken. Sonderbar: warum geht der Frühling und Sommer immer viel, viel schneller vorbei als der Herbst und Winter. Die Zeit: ein erstaunliches Phänomen!
Blumensprache
Ein Geheimnis war es nie.
Komm, lies es aus den Blumenstauden.
Natur erzählt’s mit Poesie,
und Vögel singen’s in den Gartenlauben.
Ralph Waldo Emmerson 1803 - 1882
Und das ist das blaue Blümchen, das mir seinen Namen nicht sagen wollte, auf dem Bild vergrößert, in Natura ist es ganz klein. Ich werde es schon noch herausfinden.
Die Spinne hat ihre Netze ausgelegt und hofft auf fette Beute, ein kleines Meisterwerk hat sie auf der Hecke im Park gewoben. Erstaunlich schnell arbeiten die.
Am Freitagabend habe ich auf dem Dachboden Wäsche aufgehängt und das kleine Luckenfenster dort geöffnet. Am Sonntagmorgen als ich die Wäsche abnahm hatte es ein großes Spinnennetz vom Fenster zum Wäscheständer. Leider musste ich daran zupfen, Entschuldigung kleine, fleißige Weberin.
Mitten in all der bunten und leuchtenden Schönheit im Park, überall die Zeichen auf baldige farblose und kahle Zeiten, wenn der Herbstwind die letzen Blätter von den Bäumen weggefegt haben wird. Wie es dann aussieht?
Hier↓ habe ich letztes Jahr in die Zukunft geblickt *zwinker*.
Poesie ist wie ein Duft, der sich verflüchtigt
und dabei in unserer Seele die Essenz der Schönheit zurücklässt.
Jean Paul 1763-1825
für leidenschaftliche Gärtnerinnen und Gärtner mit Freude an Poesie.


7 Kommentare:
Liebe Elfe,
wenn alle Leute so mit offenen Augen durch die Welt gingen wie du, und auch einen Blick für die kleinen Dinge im Verborgenen haben, dann würden die Menschen sicher sorgsamer mit unserem Planeten umgehen.
Gruß von der Nordseeküste in die Alpen,
juwi
Ich hoffe doch, dass du nächstes Jahr noch hier sein wirst!
Hat mir gut gefallen, wie du es beschrieben hast, diesen Übergang vom Sommer in den Herbst und was man alles sehen kann und darf, wenn man schaut. Selber versuche ich auch, die Spinnennetze nicht zu zerstören. Wenngleich sie es ja manchmal selber verlassen.
Den Namen der kleinen blauen Blume weiß ich jetzt auch nicht, aber was du von den Cosmeen erzählst ist wahr. Ich habe sie schon lange in meinem Garten und kann mich nicht erinnern, dass je Schnecken an ihr gewesen wären.
Auch ich fange im Moment die Sonnenstrahlen ein, zusammen mit dem kleinen "Chef"-Kater, der liebt das ja. Trotz allem, ich liebe den Herbst und den Winter ebenso und bedauere immer meine Freundin, die schon seit 50 Jahren in der Karibik lebt. Ständig Sommer, das wollte ich nicht.
Lieben Gruß, Brigitte
Liebe Elfe,
das ist ein wunderbarer Bericht über einen Spätsommertag. Leider ist das Wetter an der Nordseeküste schon wieder sehr rau. In den letzten Tagen hatten wir Nordländer viel Sturm. Es kommt halt der Herbst.
Tschüss
Holger
Liebe Elfe,
deine Blogbeiträge sind wirklich immer etwas Besonderes - randvoll mit den Schönheiten der Natur, die du so wundervoll einfängst und zeigst auf deinen Bildern.
Oh ja ..Sonne, Licht und Wärme tanken durften wir reichlich in den letzten Tagen, noch auf Vorrat, ehe es dann ungemütlicher wird. Aber es sind noch so viele Blumen in voller Pracht, gell ..man kann sich gar nicht vorstellen, dass der Herbst so nahe ist.
Das ist Erholung und Entspannung pur, was du beschreibst, ja - eine Wohltat für die Seele. Viel öfters sollten wir uns solche Stunden gönnen ..der Ruhe und Zeit für die Seele, einfach "zu baumeln" :-)))
Ich schick dir ganz liebe Grüße zum Wochenende,
Ocean
@Alle
Herzlichen Dank für Eure Kommentare. Also ewig Sommer wollte ich auch nicht haben, doch ewigen Frühling wäre nicht schlecht bei maximum 25 Grad *lach*.
Inzwischen hat das Wetter bei uns auch gekehrt, und es ist kalt geworden mit Regengüssen und dazwischen stürmischen Winden. Mitte Woche wird es wieder wärmer *frohbin*.
Liebe Sonntagsgrüsse
Elfe
Liebe Elfe,
deinen Zeilen und Fotos scheint ein blumiger und gleichzeitig würziger Duft zu entströmen ... so stimmungsvoll und wohltuend wirken sie auf mich. Hoffen wir auf einen schönen Altweibersommer. Im Moment stehen die Chancen dafür sehr gut. Das heißt ... viel hinaus in die Natur, Kräfte für die dunkle Jahreszeit sammeln, so, wie du es auch beschrieben hast.
Der Spruch von Emmerson ... schön, genauso ist es. Das blaue Blümchen könnte die blaue Pimpernelle sein, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Ich hatte sie auch mal in meinem Garten. Das Blau war schön und die Blüten zahlreich, aber sie kamen nie wieder.
Ja, wer weiß, was in einem Jahr ist, liebe Elfe. Das denke ich auch oft. Aber jetzt freuen wir uns auf goldige Zeiten im Herbst.
Ganz liebe Grüße von der Waldameise Andrea :)
@Waldameise
Danke für den Namen, ich denke das ist sie "die blaue Pimpernelle", ich habe noch ein wenig gegoogelt und etwas anderes lässt sich nicht finden. Die Pflanze ist einjährig, vielleicht hat sie deshalb nicht mehr geblüht *weissnicht* bin keine Kennerin-;)
Liebe Grüsse
Elfe
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