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Mittwoch

Nehmen, was nicht „gegeben“… ~ im Klartext – Diebstahl!

Kürzlich abends war ich an einem Vortrag der Kriminalprävention der Stadt. Mit hilfreichen Verhaltenstipps zeigte der Redner der älteren Stadtbevöl-kerung wie sie sich besser gegen die Kriminalität im Alltag wappnen kann.

Nicht zu fassen wie trickreich die Diebe vorgehen, einige scheinen gut in Psychologie und im „Geschichten“ erzählen geschult zu sein. Zum Beispiel über Telefonanrufe täuschen sie ihren sorgfältig ausgewählten Opfern vor, ein entfernter Verwandter sei am anderen Ende der Leitung oder sie geben sich einer Oma als vermeintlicher Enkel zu erkennen.

Mit Mitleid heischenden Worten schildern sie dann eine Notlage. Sie bräuch-ten deswegen dringend zig-tausend Franken, und sie würden jemanden vor-beischicken das Geld abzuholen, sobald die Oma (meist sind ältere Frauen die Opfer) es von der Bank abgehoben habe.

Selbst vorbei zu kommen ist der Anrufer immer verhindert, das gehört zum so genannten „Enkeltrick“. Und natürlich ist da immer das Versprechen, das Geld ganz bestimmt zurück zu zahlen.


Bevor die Kriminalistiker per Flyer und in den Medien die Bevölkerung warnten, sind einige tatsächlich auf diesen Trick hereingefallen, sie haben dem Fremden, NICHT dem Enkel ein kleines Vermögen „geschenkt“.

Na ja, es gab auch die eine oder andere Omi, die der Miss Marple alle Ehre machte, statt des Geldes wartete dann die Polizei mit Handschellen in ihrer Wohnung auf den Hehler.

Also liebe Omis, Vorsicht bei Telefonanrufen, wo jemand fragt: „Weißt du wer am Telefon ist?“ Sag nie: Ich denke du bist der Marcel, der Hans oder die Doris.“ Denn welchen Namen du immer nennst, der Anrufende nützt dies als Einstieg für seine Lügen-Geschichte.

Frage immer: „Ja wer bist du denn, sag DU es mir.“


Weitere präventive Tipps dazu:
Seien Sie misstrauisch gegenüber unbekannten Personen, die sich am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben.

Geben Sie keiner unbekannten Person irgendwelche Informationen zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen, auch nicht über Internet.

Nehmen Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienan-gehörigen oder Vertrauenspersonen Rücksprache.

Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen.

Wenn Ihnen ein Anrufer verdächtig vorkommt, informieren Sie sofort die Polizei (Notruf: 117 in CH).
Quelle Kriminalprävention SKP

 
In jungen Jahren wurde ich auch schon bestohlen. Mal klaute mir jemand meine Handtasche aus einem mit Vorhängeschloss zugesperrten Kästchen in einem Umkleideraum für Joggerinnen.
 
Da die Haus- und Wohnungsschlüssel in der Handtasche waren, hatte das recht unangenehme Folgen für mich, allerdings kam ich mit einem blauen Auge davon. Die Hausmeisterin erliess es mir alle Schlösser im Haus aus-wechseln zu müssen, da sie mir glaubte, dass kein Hinweis auf meine Identi-tät in der Tasche zu finden war.
 
Ein anderes Mal wurde ich in einem grossen Lebensmittelgeschäft bestoh-len. Die gekauften Artikel wandern dort auf dem Laufband in jeweils eine von zwei Warenablagen. Nach dem Bezahlen packte ich alles ein, erst zu Hause merkte ich, dass sich da „die langen Finger“ des vorgängigen Kunden an meinen Sachen dazubedient hatten.
 
Ärgerlich, weil auch ein kleines Geschenk weg war, mit dem ich meinem damaligen Besuch zu Hause eine Freude bereiten wollte.


Aber das unangenehmste Erlebnis war ein Dieb am Arbeitsplatz. Da es ein Dienstleistungsbetrieb war, vergriff er sich vor allem am Gut der Kundinnen und Kunden. Für uns Angestellte war es eine Zeit der Unruhe und der fal-schen Verdächtigungen bis der Täter (ein Arbeitskollege) endlich gefasst wurde.

Seither bin ich verschont geblieben von solchen Diebereien, vielleicht hat ja mein neues Auftreten mitgeholfen unattraktiv auf „lange Finger“ zu wirken. Nämlich aufmerksames da sein (nicht abwesend in Gedanken) und das Verhalten angepasst an die jeweilige Situation - Tipps dazu von der Kriminalprävention - HIER↓
(Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich da nicht auch hereingefallen wäre, wie die junge Frau im Video)
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Wer andern gar zu wenig traut,
hat Angst an allen Ecken;
wer gar zu viel auf andre baut,
erwacht mit Schrecken.

Es trennt sie nur ein leichter Zaun,
die beiden Sorgengründer.
Zu wenig und zu viel Vertraun
sind Nachbarskinder.
Wilhelm Busch