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Dienstag

CH-Nationalfeiertag ~ gestern in Luzern…

…den 1. August, unseren Nationalfeiertag gefeiert. Nach langem Sonnen-Entzug, überraschte uns die Lady mit einem strahlend schönen Nachmittag. Gemütlich und in Festlaune habe ich mit Freunden einen fröhlichen Tag verbracht.

Die Stadt Luzern↓ ist immer eine Reise wert, es ist alles viel entspannter als im geschäftigen Zürich. Mit dem Vierwaldstättersee↓ und dem Pilatus↓ (2100 m hoher Hausberg) sowie der bekannten Kapellbrücke, ist Luzern ein Touri-stenmagnat. Ein paar Bilder habe ich mitgebracht.


Die Kapellbrücke↓ ist die älteste und mit 204,70 Metern die zweitlängste überdachte Holzbrücke Europas. Sie wurde etwa im Jahr 1365 als Wehrgang gebaut und verbindet die durch den Fluss Reuss getrennte Alt- und Neu-stadt. (Quelle Wikipedia)


Immer wieder schöne Ausblicke ans Ufer.


Eine Geigerin übte ihr Spiel auf der Brücke und erhoffte sich so eine Spende. In meinen Ohren hat es etwas gekratzt, einen Obolus gab es trotzdem.


Nahe dem linken Ufer befindet sich der achteckige Wasserturm, welcher bereits um 1300, also noch vor der Kapellbrücke, erbaut wurde und von ihr aus über einen kurzen Quergang erreichbar ist.

Der Turm diente wechselweise als Wachturm und Eckpfeiler der Stadtbe-festigung, als Stadtarchiv und Schatzkammer sowie als Kerker und Folter-kammer. Heute beherbergt er einen Souvenirladen. (Quelle Wikipedia)


Die Brücke fiel am 18. August 1993 einer Feuersbrunst zum Opfer, welche nach Vermutungen durch eine weggeworfene Zigarette ausgelöst wurde.


Der Brand zerstörte einen Grossteil der Brücke (gut sichtbar anhand des helleren Holzes in der Brückenmitte), unter anderem auch 78 der 111 be-rühmten Bilder.


Die Brücke wurde umgehend wiederaufgebaut, am 14. April 1994 einge-weiht und für den Fussgängerverkehr wieder geöffnet. (Quelle Wikipedia)


Für die einen ist der Nationalfeiertag einfach ein zusätzlicher freier Tag, für die anderen ein Festtag um ihre Heimatgefühle zu feiern und das Land und seine Vorfahren zu ehren oder kritisch Rückschau zu halten.

Deshalb wird der 1. August auch der Tag der Reden genannt, denn viele Po-litiker und Politikerinnen und ebenso einfache Bürgerinnen und Bürger wer-den von den Gemeinden eingeladen ihre Sicht zur Nation kundzutun.

Wer sich für die Rede der Bundespräsidentin interessiert kann HIER↓ schauen.

Es wird gesungen, getanzt, Glocken werden geläutet. Feuerwerksraketen in den nächtlichen Himmel geschossen, Knallkörper gezündet. Höhenfeuer bren-nen auf Hügeln und Bergen, und die Kinder erfreuen sich an leuchtenden Lam-pions, Wunderkerzen und bengalischen Zündhölzchen, mit denen sie farbige Lichter in die abendliche Dunkelheit hineinzaubern.

Ich bewege mich so mittendrin zwischen zusätzlichem freien Tag und dem Feiern von Heimatgefühlen. Und JA, ich bin dankbar in einem Land zu leben, wo kein zwingender Grund besteht ungewollt ins Ungewisse zu fliehen, sei es vor Krieg oder wirtschaftlicher Not.


Die aktuelle Schiffsflotte auf dem Vierwaldstättersee besteht aus insge-samt 20 Schiffen: 5 Seitenraddamper und 15 Salon-Motorschiffe mit einer Kapazität von 13'000 Passagieren und 3'200 Restaurationsplätzen, die 34 Schiffstationen am ganzen See bedienen. (siehe Wikipedia↓)


Der Vierwaldstättersee ist ein von Bergen umgebener See in der Zentral-schweiz (434 m, 114 km², bis 214 m tief). Die Uferlänge beträgt 161,9 km. Seinen Namen hat der Vierwaldstättersee von den vier hier angrenzenden Waldstätten: den Kantonen Uri, Unterwalden, Schwyz und Luzern.


Die „Willhelm Tell“ hat als Dampfschiff-Restaurant am Seeufer geankert.


Der Schiffshafen von Luzern beim Kultur- und Kongresszentrum (KKL)↓, auf dem Bild ist gerade mal das grosse Flachdach davon zu sehen.


Das war nicht immer so wie heute:
Die Schweiz war nicht immer ein reiches Land. Vor dem zweiten Weltkrieg gab es mehr Schweizerinnen und Schweizer, die ihre Heimat verließen, als Ausländerinnen und Ausländer, die einwanderten.

Die meisten Emigranten flohen vor der Armut. Zwischen 1400 und 1848 verdienten viele Schweizer ihren Lebensunterhalt als Söldner in fremden Armeen. Im 19. Jahrhundert wanderten viele Käser nach Russland aus. So hat der Tilsiterkäse seinen Namen von der ostpreußischen Stadt Tilsit↓ erhal-ten, in der er von einem Schweizer Käser kreiert wurde.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts flüchteten auch einige Schweizerinnen und Schweizer aus religiösen Gründen. So sind zum Beispiel die Amischen↓ in den USA Nachfahren von aus der Schweiz ausgewanderten Angehörigen die-ser religiösen Bewegung.

Zwischen 1850 und 1914 verließen rund 400'000 Schweizer Bürgerinnen und Bürger ihre Heimat. An einigen Orten in Nord- und Südamerika wurden sogar Schweizer Kolonien gegründet, die oft die Namen der Heimatorte von Ausgewanderten erhielten. In den USA gibt es 16 Städte und Dörfer, die den Namen 'Lucerne' tragen. Quelle Text HIER↓


In der Altstadt von Luzern
finden sich immer wieder schön renovierte alte Häuser.


Auch solche, die mit alten Gemälden geschmückt sind,
manchmal mit biblischen Motiven.


Ein großer Teil der einheimischen Bevölkerung ist auch heute noch echt verbunden mit Brauchtum und katholischem Glauben.


Ob die die Mietpreise der Wohnungen in Luzern auch so explodieren wie in Zürich weiß ich nicht.


Kirchen gehören ebenfalls zum Stadtbild.


Auch mein Großvater väterlicherseits war im vorletzten Jahrhundert vom Emmental im Kanton Bern nach Deutschland ausgewandert. Dort arbeitete er als Käser und gründete mit einer deutschen Frau eine Familie. So kommt es, dass mein Vater als Auslandschweizer (1905 geboren) bei Dresden aufwuchs.

Nach dem ersten Weltkrieg kehrte die Familie dann in die Schweiz zurück, zuerst mein Großvater mit den zwei ältesten Söhnen und dann nach und nach die ganze Familie. Leider habe ich weder den Großvater noch die Großmutter kennen gelernt, sie waren beide schon verstorben, als ich geboren wurde.


Der 2100 Meter hohe Hausberg von Luzern, der Pilatus,
hat sich eine Wolkenmütze aufgesetzt.


Unsere Nationalhymne wurde im Jahr 1981 geändert, wir hatten die gleiche Melodie wie die Briten, was manchmal zu Verwechslungen führte. Seit damals ist der Schweizerpsalm↓ "Trittst im Morgenrot daher" unser Lied.

Fabienne Louves, eine Gewinnerin von CH-Musicstar singt die Hymne auf ihre Weise.



Und hier noch einige Bilder von gestern in Luzern-:)


Kleine Touristinnen in Zwiesprache mit den Schwanenjungen.


Der Schwanenmama gefällt das gar nicht,
wahrscheinlich versteht sie kein Chinesisch.


Wasser ein faszinierendes Element,
die kleinen Knirpse geniessen das Spiel mit dem erfrischenden Nass.


Die kleine Ente empfindet das ebenso, Wasser ist einfach phänomenal-:)


Im Spiegel des Wassers erkennt man sein Gesicht,
und im Spiegel seiner Gedanken erkennt der Mensch sich selbst.
Bibelzitat in heutigem Deutsch


Zum Abschied am Abend hat der Pilatus die Wolkenmütze ausgezogen und sich in seiner unverhüllten Pracht gezeigt.


Vielleicht haben Euch die Bilder und Geschichten dazu gefallen, auf jeden Fall können wir uns über den zurückgekehrten Sommer freuen. War ja höchste Zeit, denn bald schon steht der Herbst wieder vor der Türe-;)

Das Geheimnis des Glücks
ist die Freude in unseren Händen.
Ralph Waldo Emerson