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Freitag

Achtung: die Kleinen kommen!

Am Montag war es so weit: das Ende der Sommerferien in der Stadt.

Die fünf Wochen waren blitzschnell vorbei. In der letzten Ferienwoche ENDLICH die von vielen ersehnten Hitzetage: baden, schwimmen, plantschen ~ Wonne pur ~ (na ja für die einen, nicht für mich, ab 30 Grad + mache ich schlapp, morgen soll es vorbei sein mit den Hitzetagen *frohbin*)


Der Stadtlöwe (der Löwe ist unser Wappentier) blinzelte und spitzte die Ohren anfangs dieser Woche. Ein ungewohntes Geräusch liess ihn aufmerksam lauschen: Kinderlachen, fröhliches Geplauder, trippelnde Schritte, rufende Mütter und das schon um 8 Uhr morgens.

Es ist Zeit aufzuwachen ZüriLeu, da kommt eine neue Generation auf dich zu.


Am 22. August war für viele Stadtkinder der erste Schultag, der Sprung vom Kindergarten in die Primarschule. Am Rande habe ich es mitbekommen, ich schaute aus dem Fenster, wie einige Nachbarinnen auch, winkte den Kindern zu, und begleitete sie in Gedanken mit guten Wünschen für diesen neuen Lebensabschnitt.

Ja ihr Kleinen, ihr seid die Hoffnungsträger und –Trägerinnen für das neue Jahrhundert. Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert des Kriegsgemetzels, des ‚Entweder-Oder’. Das 21. Jahrhundert sollte MUSS ein Zeitalter des Dialogs werden, Kriege sind veraltet.

„Kriegswaffen in Pflugscharen umwandeln“ ein alter Traum, möge er sich mit dieser neuen Generation erfüllen und Nahrung und Respekt für alle Lebe-wesen in sämtliche Weltgegenden bringen - NICHT Gewalt und Kriege!

Wer erinnert sich nicht an seinen ersten Schultag, und wenn er vielleicht schon zig Jahre zurück liegt, oder nicht?

Bild pixabay public domain
Meine Erinnerung: Ich war zusammen mit meiner Mama im Schulhaus einge-troffen, wie viele andere Kinder auch. Väter waren damals keine dabei, die waren bei der Arbeit und unabkömmlich. (Das mit den Vätern ist anscheinend auch heute noch oft so - HIER↓).

In einer grossen Gruppe standen wir in der Vorhalle des Schulhauses, ein Lehrer sprach zu uns, die Mütter hörten aufmerksam zu, ich schaute mich um, staunte und wartete was da wohl auf mich zukommen würde.


An Holzpulte mit Bänken kann ich mich noch erinnern, mit aufklappbaren Pultdeckeln, natürlich alles schön in Reih und Glied. Mein Vertrauen muss gross gewesen sein, denn ich setzte mich in die vorderste Reihe *lach*. Die Lehrer waren damals alle männlich ausser der Handarbeitslehrerin.

Mehr kann ich mir im Moment nicht ins Gedächtnis zurückrufen, ist auch schon recht lange her.

Die Dorfschule von 1848 von Albert Anker - Wikipedia↓
Man kann in Kinder nichts hineinprügeln, aber vieles herausstreicheln.
Astrid Lindgren 1907 - 2002

Kinder erleben nichts so scharf und bitter wie Ungerechtigkeit.
Charles Dickens 1812 - 1870

Das Schulexamen 1862 von Albert Anker - Wikipedia↓
Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen,
sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.
Maria Montessori 1870 – 1952

Unter Umständen ist es für manches Kind am besten,
wenn es gar nicht erzogen wird.
Peter Rosegger 1843 - 1918

Eure Kinder sind nicht eure Kinder!
Sie sind die Söhne und Töchter
der Sehnsucht des Lebens nach Erfüllung.
Khalil Gibran 1883 - 1931

Der Schulknabe 1881 von Albert Anker - Wikipedia↓
An den Frieden denken heißt, an die Kinder denken.
Michail Gorbatschow 1931

Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen,
müssen wir bei den Kindern anfangen.
Mahatma Gandhi 1869 - 1948

A Dame’s School 1887 von Peter Henry Emerson - Wikipedia↓
Die größte Grausamkeit, die man den Kindern zufügt besteht wohl darin,
dass sie ihren Zorn und Schmerz nicht artikulieren dürfen,
ohne Gefahr zu laufen, die Liebe und Zuwendung der Eltern zu verlieren.
Alice Miller 1923 – 2010

Was Kinder betrifft, betrifft die Menschheit!
Maria Montessori 1870 - 1952

Ein Film, den ich mir gerne wieder einmal angesehen habe, ist über eine Schulklasse in Japan. Im Unterricht werden die Kleinen nicht nur mit Fach-wissen gefüttert, sondern auch die Herzensbildung ist ganz gross geschrie-ben. Den ersten Teil, kann hier ansehen, wer möchte, die weiteren Folgen auf Youtube:


„Verstand UND Herz“: der Slogan für das 21. Jahrhundert *hoff*!

Gelesen: Wenn Kinder plaudern…
Klein-Julian (6) antwortet auf die Frage, was er denn mal werden will:
„Linksanwalt, es gibt doch schon so viele Rechtsanwälte.“

Tim (3) besucht das erste Mal den Gottesdienst und als der Pfarrer den Raum betritt ruft er empört: „Aber der Mann hat ja noch sein Nachthemd an!“
Jannis (4) fragt seine Großmutter, was passiert, wenn sie stirbt. Die Groß-mutter ist ein wenig verunsichert und erzählt ihm eine lange Geschichte. Später lautete seine Zusammenfassung: „Ach, die kommt in eine Kiste und fliegt in den Himmel.“

Sabrina überreichte ihrer Tante ein Geburtstagsgeschenk. Die Tante freut sich sehr und Sabrina sagt: „Das Geschenk hab ich ausgesucht. Papa hat mit mir geschimpft und gesagt, das wär viel zu teuer!“