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Donnerstag, 23. Juni 2011

Seerosen und Nymphen…

…was verbindet diese Naturschönheiten?

Es gibt eine Legende nach der sich eine Nymphe↓ leidenschaftlich in Herak-les, den Sohn des griechischen Göttervaters Zeus verliebte. Und weil er ihre Liebe nicht erwiderte, hat sie sich aus Kummer in eine Seerose verwandelt und ist so unsterblich geworden. Deshalb heisst die Königin des Wassers mit lateinischem Namen auch Nymphaea↓


Die Nymphen galten als die – vorwiegend – wohltätigen Geister der Orte, der Berge, Bäume, Wiesen oder Grotten, sind aber nicht immer an dieselben gebunden, schweifen vielmehr frei umher, führen Tänze auf, weben in küh-len Grotten, pflanzen Bäume und sind auf verschiedene Weise den Menschen hilfreich. Geräuschvolle Tätigkeiten der Menschen meiden sie aber.

Nymphen galten wie die Menschen als sterblich. Sie sollten allerdings we-sentlich länger leben – bis hin zur Fast-Unsterblichkeit und ewiger Jugend. Der Tod einer Nymphe wurde meist mit dem Ende dessen, was sie verkörper-te – zum Beispiel eine Quelle oder ein Baum – gleichgesetzt. (Quelle Wikipedia)


Die Seerose ist
ein Symbol für Lebenskraft und Reinheit bei den Kulturvölkern des Altertums.


Am Dienstag, am astrologischen Sommeranfang habe ich von der obigen 
Legende gehört. Da der Wetterbericht einen warmen und sonnigen Tag voraussagte, den einzigen in der Woche, habe ich meinen kleinen Rucksack gepackt und bin mit einer Freundin losgezogen in Richtung Seleger Moor↓


Vor zwei Jahren war ich einmal dort zur Rhododendron- und Azaleenblüte. Für diese Pracht ist es Mitte Juni zu spät, die märchenhaften Seerosen sind jetzt die Attraktion des Moores.


Die Seerosen öffnen ihre Blüten ab 11:00 Uhr und schließen diese wieder gegen 16:00 Uhr.


Wasserrose
Im waldgeschützten Grunde
ein stiller Weiher ruht,
Von Abendsonnenstrahlen
glimmt rosigrot die Flut.

Viel breite glänzende Blätter
die schwimmen auf dem Teich,
Und träumend schließt die Krone
die Wasserrose bleich.
Freiherr von Gaudy 1840


Wir waren beinahe die einzigen Besucher im Park, da und dort einzelne Gestalten auf einer Bank verweilend, den Blick verträumt auf dem grün glitzernden Teich ruhend. Ein oder zwei Fotografen, die sich konzentriert ihren Bildmotiven widmeten.


Es tanzt die schöne Libelle
Wohl auf des Baches Welle;
Sie tanzt daher, sie tanzt dahin,
Die schimmernde, flimmernde Gauklerin.
Aus ‚Die Libelle’ von Heinrich Heine


Sonst Stille, das Rauschen des Windes in den Baumwipfeln, bekannte und unbekannte Vogelrufe, vereinzeltes Froschquaken, Insektensummen, seltene Gesprächsfetzen aus der Ferne hallend.


Eine Stunde Fahrt mit Bahn und Bus und der Lärm der Grossstadt, die Hektik der Passanten sind weg von unserer Wahrnehmung. Ruhen, lauschen, würzige Luft atmen, schauen, fotografieren, eine Hymne an unseren wahren Rhyth-mus in Einheit mit der Natur.


Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich für eine Weile von diesem Blog und wünsche allen, die hier vorbeischauen von Herzen alles Gute. Schöne Sommertage angefüllt mit vielen freudvollen Momenten oder erholsame und ruhige Wintertage auf der gegenüberliegenden Seite des Globus-:)

Die wahre Lebensweisheit besteht darin
im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.
Pearl S. Buck