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Donnerstag

Das Mädchen mit dem Perlenohrring ~ Zürichsee-Feeling ~ Spinnenmama

Was macht frau an einem kühlen und regnerischen Pfingstmontag? Wie wäre es damit, sich einmal in eine ganz andere Zeit hineinfallen zu lassen?

Wer kennt es nicht, das Bild ‚Das Mädchen mit Perlenohrgehänge’ von Jan Vermeer↓. Als ich sehr jung war, hat es mich eine kurze Zeit begleitet. Es strahlt ein Zauber aus, träumerischer Blick, offenes liebliches Antlitz, alter-tümliche Kopfbedeckung, die heutzutage schon fast wieder als modern wahr-genommen wird.


Seit letztem Herbst bin ich Mitglied einer Bibliothek, doch heutzutage ver-leihen sie da nicht nur Bücher, sondern auch andere Medien wie z.B. DVDs. Und so bin ich eine eifrige Filmguckerin geworden.

Was ich da schon an Einblicken in das Leben der Menschen in anderen Län-dern gewonnen habe. Echt berührend, wie Regisseurinnen und Regisseure vom Genre ‚der besondere Film’ kleine Kunstwerke schaffen.

Bei der Auswahl der Filme lasse ich mich intuitiv leiten, auf diese Weise ist auch die DVD mit dem oben genannten Titel bei mir gelandet. Dass jemand (Tracy Chevalier) über dieses Bild einen historischen Roman geschrieben hat, und danach ein Film↓ darüber gedreht wurde, ist mir ganz entgangen.

Erwartungsvoll liess ich mich auf dieses Filmabenteuer ein. Und ich war echt angetan von dem Film, von der Bildgestaltung des Regisseurs und von den zwei Hauptdarstellern.

Scarlett Johansson, eine Neuentdeckung für mich, eine junge moderne Frau, die einfühlsam in diese Frauenrolle des 17. Jahrhunderts geschlüpft ist, und sie meisterhaft ausgefüllt hat.

Die Rolle vom Meister Jan Vermeer hat Colin Firth gespielt, dieser Schau-spieler entpuppt sich für mich immer mehr zu einem meiner Favoriten.


Ich habe ja schon in meinem Beitrag HIER↓ ein wenig von seiner Schauspiel-kunst geschwärmt. Nun wurde Colin Firth sogar von der Queen geehrt, habe ich gerade gelesen, na ja mit seiner Darstellung ihres Vaters im Film ‚King’s speech’ hat er wirklich ‚Grand Cinéma’ gezeigt.

Wettermässig hatten wir hier an Pfingsten nicht das grosse Los gezogen, dafür wurden wir gestern mit einem wunderbaren Sommertag entschädigt.


Sommerwetter und schon ist das Zürichsee-Feeling wieder da (Schnee und Eis sind längst vergessen-;)


Glitzerndes Wasser, Segelboote, Ausflugsschiffe, flanierende Menschen, Schwäne, die sich um zugeworfene Leckerbissen balgen. Davon erzählen einige Bilder vom gestrigen Tag.





Und ein lieber Besuch….


Diese Riesenspinne habe ich Ende Mai in Bern auf dem Bundesplatz gesich-tet. Mit einem Mal steht sie nun in Zürich auf dem Bürkliplatz. Ob sie mir gefolgt ist (grusel)?


Gleich habe ich mich im Internet kundig gemacht, wem wir diesen Spinnen-besuch verdanken.

„Die 10 Meter hohe Spinnen-Skulptur der amerikanischen Künstlerin Louise Bourgeois trägt den Namen ‚Maman’. Sie ist eine Hommage an die Mutter der Künstlerin, die in Paris als Restauratorin von Tapisserien arbeitete und so wie eine Spinne immer und immer wieder Stoffe erneuerte. Die Künst-lerin Louise Bourgeois hätte am 25. Dezember 2011 ihren 100. Geburtstag gefeiert. 2010 ist sie 98-jährig gestorben.“ (Quelle Radio DRS)

Bis zum 2. August will die Spinnenmama noch bei uns bleiben, dann reist sie weiter nach Genf. Früher war sie schon in London und Tokio und weiß der Himmel, wo sie noch überall hin gekrabbelt ist. Wer Genaueres wissen will HIER↓ (auch Bilder vom Aufbau des Kolosses.)


Gestern wollten einige Himmelsgucker (auch ich) den Blutmond sehen und die Mondfinsternis beobachten. Nur leider wurde uns der Eintritt ins Himmels-kino wieder einmal verwehrt.

Eine grosse dicke Wolke hat sich nicht geschämt uns die Sicht auf diesen interessanten Vorgang zu stehlen (schimpf). Und so hat sich der Mond nach Mitternacht präsentiert als das Schauspiel längst vorüber war.


Dafür ist meine momentane Leibspeise so etwas von ROT, KNALLROT, BLUT-ROT…leckere Cherry Tomatchen!


Trifft man eine Wahl, mobilisiert man
unglaubliche menschliche Energien und Ressourcen,
die sonst möglicherweise ungenutzt blieben.

Bildquelle Mädchen Wikipedia public domain