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Mittwoch

Frühling und Alltag - Gedankensplitter

• Anfangs Woche regnete es nach langer Zeit wieder einmal. Das Geräusch der fallenden Regentropfen und der erdig, feuchtmodrige Geruch waren mir bald fremd geworden.

Blick aus dem Küchenfenster:
Weisse Blüten schmücken den Quittenbaum, war es nicht erst vorgestern, als schwere, goldgelbe Quitten die Äste beinahe durchhängen liessen?

Gelbweisse Primeltupfen im zarten Wiesengrün, aufgepeppt mit den kleinen blauen Blumenaugen der Gundelrebe (Gundermann)

Eine blühende Birke. Wie Feenhaar lässt sie ihre goldgelben Äste im kaum wahrnehmbaren Wind wehen, geräusch- und schwerelos, irgendwie.


Erstmals auf der Südseite die Fenster lange offen gelassen, Stimmengewirr aus der Umgebung und abends Grillkohlegeruch.

Am Montag war der 20. Todestag von Max Frisch HIER↓. Wie doch die Zeit vergeht. Lang ist’s her, dass ich seinen Roman „Stiller“ las. Ich kann mich kaum noch an den Inhalt erinnern, ist abgedriftet in die Vergessenheit. Doch sein Zitat: „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen“ hat sich für immer in mein Herz eingeprägt.

Die Steuererklärung ist ausgefüllt und abgeschickt, gerade noch zum letzt-möglichen Termin. Jedes Jahr dieselbe Aufschieberitis. Warum nur?


• Am Wochenende habe ich gewählt. Kantonale Regierungswahlen. Die Verlierer geben dem „Fukushima-Effekt“ die Schuld. Und hoffen bis im Herbst zu den Landeswahlen sei dieser ausgestanden. Unglaublich!

• Am Radio gehört mittlerweile sind bis zu 22'000 Menschen über das Meer nach Italien geflüchtet. Werden sich ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben erfüllen?

• Ai Weiwei verhaftet, der Staatsgewalt ausgeliefert, wer wird ihm helfen?

• Leermond letztes Wochenende, ein wunderschöner Sternenhimmel, ein Funkeln und Glitzern.


• Auch dieses Jahr ist mir die Glücksfee hold, habe soeben Bescheid erhalten, dass ich wieder einen Ausflug gewonnen habe. Der Gewinn im letzten Jahr↓

• Den Rosmarinstock vom Winterschutz befreit, er hat den Winter gut über-standen-:)

• Die Winterschuhe habe ich auf dem Dachboden verstaut, ebenso den Wintermantel. Fenster sind noch keine geputzt, das wird noch, denn ich will einen klaren Durchblick auf die Welt *lächel*.

• Dieses Jahr zum ersten Mal draussen gesessen auf der Terrasse eines Stadtcafés.

• Am kommenden Wochenende ist Sechseläuten↓, da wird der Winter wieder einmal endgültig (leider nur auf Zeit) verabschiedet. Der Hitze des Feuers hat er nichts entgegenzusetzen, mit lautem Geknalle wird er sich davonmachen. Wenn das Wetter mitspielt, bin ich dabei, wenn es kalt ist, bleibe ich daheim.

Noch einige weitere Momentaufnahmen könnte ich hier auflisten, doch jetzt ist Schluss! Auf Wiederlesen bis zum nächsten Mal-:)

Kürzlich wurde wieder einmal folgendes Lied im Radio gesendet. Es freut mich jedes Mal, wenn ich es höre. Es handelt von Vincent Van Goghs Leben. (Ein kleiner Hit auf youTube; über 2 Millionen mal angeklickt)


Ich kann nichts dafür,
dass meine Bilder sich nicht verkaufen lassen.
Aber es wird die Zeit kommen, da die Menschen erkennen,
dass sie mehr wert sind als das Geld für die Farbe.

Mit einem Bild möchte ich etwas Tröstliches sagen,
so wie Musik tröstlich ist.
Vincent Van Gogh