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Mittwoch

Ein Augenblick im April – Der Sommer 2011 wird prächtig…

…hier in der Stadt; na ja für den, der dem Schneemann glaubt.

Der Böögg hat uns definitiv verlassen. Nur gerade 10 Minuten 56 Sekunden hat es gedauert bis das Feuer seinen Kopf wegsprengte.

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Mit dieser kurzen Zeitspanne will uns der Herr Schneemann einen heissen Sommer prophezeien, je länger es dauert bis der Kopf weg ist, je kühler und garstiger wird der Sommer. Aber; möglicherweise hat uns der Böögg mit die-ser Vorhersage noch eins ausgewischt, denn bewahrheiten tut sie sich äuss-erst selten.


Das strahlend schöne Wetter hat Tausende Schaulustige in die Stadt gezo-gen, am Sonntag zum Kinderumzug↓ und am Montag zum Sechseläuten-Um-zug↓ mit den schmucken Reitern und den Zunftherren. Letztere lassen sich jedes Jahr feiern und bestaunen, holde Damen aus dem Publikum beehren
die Herren mit farbenfrohen Blumensträussen.

Was nicht unbedingt heissen will, dass diejenigen, die zum Ende der Ver-anstaltung die meisten Blumen auf sich tragen, die höchstverehrten Zunft-herren wären. Nein, nein, es könnte auch ein Hinweis auf eine geizige Ader sein, denn das Publikum, vor allem die Kinder, betteln auf dem ganzen Um-zugsweg lautstark um etwas von diesen Blumen abzubekommen.

Da zeigt sich dann wer bereit ist dem Fussvolk etwas abzugeben, oder wer die Blumen bis zum Schluss alle bei sich behält, und kein Ohr und kein Blick hat für die Anliegen der Strasse. Halt ein wenig wie im richtigen Leben-;)


Warum Sechseläuten? Punkt sechs Uhr abends wird der Böögg angezündet, dazu läutet eine Glocke mit tiefem Klang vom nahen Kirchturm. Beinahe et-was makaber, früher hatte ich dabei gelegentlich ein Flash-Back, irgendetwas regte sich aus dem kollektiven Unbewussten in mir, immerhin war es anno da-zumal in Europa das Schicksal unzähliger Frauen so hingerichtet zu werden. Doch heute ist es ein Frühlingsfest und das ist gut so.

Zu den Tausenden, die es dieses Jahr in die Stadt zog, habe ich nicht dazu-gehört, denn am Sonntag blieb ich zu Hause und genoss das warme Frühlings-wetter bei einem Spaziergang in der Nähe. Und am Montag habe ich mir nur einen kurzen Blick auf das Feuer gegönnt, der Schneemann war schon ganz verschwunden, dafür umso mehr Fussvolk, das mich schnellstens die Flucht ergreifen liess. Ist einfach nichts mehr für mich solche Menschenmengen.

Das erste Bild oben ist das einzige, das ich dieses Jahr als Beute mitgebracht habe. Hier zeige ich zwei Collagen mit Bildern vom Fest im letzten Jahr.


Vorher war ich noch im Botanischen Garten und habe mich dort ein wenig umgesehen, die wärmenden Sonnenstrahlen auf Körper und Gemüt einwirken lassen, ein wenig geplaudert, ein wenig gelesen und da und dort die eine oder andere Blumenschönheit aufs Bild gebannt.


Es grünt so grün…wenn in Zürich die Blumen blühen


Eine entspannende Fussmassage im Garten


Lila Kugelprimeln


Zarte Kamelien blühen nicht nur bei der Kameliendame


Gelbe Schönheiten, doch klassische Sumpfdotterblumen sind es nicht


Spieglein, Spieglein im Wasser: der Rabe sonnt sich in seiner Schönheit


und der Frosch erholt sich von seinem Quakkonzert.

Aus einem Kalenderspruch dieser Tage
Augenblick im April

Nach den vielen weissen
Schmetterlingen des Winters
der erste gelbe...

Das war's dann mit dem Sommerfeeling, der April macht seinen Namen wieder alle Ehre, doch schön war es, das Guckfenster in  den Sommer-:)