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Dienstag

Machen Frauen bessere Politik?

Gestern am 7. Februar war es 40 Jahre her (erst), seit die Frauen in der Schweiz abstimmen dürfen. Ein langer Weg war das bis die Männer uns das Wahlrecht 1971 (HIER↓) zugestanden.


Als junge Frau konnte ich vom Kampf vieler tatkräftiger Frauen profitieren und von diesem Recht schon bald Gebrauch machen. Wann immer ich es ein-richten konnte, ging ich zur Wahl (und wir haben viel abzustimmen, auch auf Gemeindeebene). Seit es die Möglichkeit gibt brieflich abzustimmen, lasse ich keine Gelegenheit aus, meine Meinung kundzutun.

Nach langem Anlauf haben wir nun auch eine Frauenmehrheit im Bundesrat (HIER↓), vier von den sieben Mitgliedern des Bundesrates sind Frauen. Damit ist für viele die Hoffnung auf eine bessere Politik verbunden, einer Politik, die mehr auf die wirklichen Bedürfnisse vieler Menschen zielt.


Mal sehen, ob die vier Bundesrätinnen das zustande bringen. Ich wünsche es mir, glaube jedoch nicht wirklich daran, dass eine Frau, einfach weil sie eine Frau ist, eine bessere Politik macht. Da gab es schon negative Beispiele in der Vergangenheit, die diese Hoffnung zerschlugen. Auch im Berufsleben habe ich in einem so genannten Frauenberuf nicht nur faire Chefinnen erlebt, das muss ich leider sagen -:(

Zwei Politikerinnen, die mir sehr gut gefallen, sind Simonetta Sommaruga↓ und Pascale Bruderer↓. Die Erstgenannte wurde Ende letzten Jahres in den Bundesrat gewählt und hat nun das Amt der Justizministerin inne (etwas unfreiwillig musste sie dieses unbeliebte Departement übernehmen), und die Zweitgenannte war letztes Jahr Nationalratspräsidentin und damit höchste Schweizerin.

Diese zwei Politikerinnen stimmen mich optimistisch, dass vielleicht doch etwas dran sein könnte, dass Frauen bessere Politik machen. Wäre dringend notwendig in dieser Welt!



Demokratie ist unter anderem auch Ausreden-Lassen und Zuhören-Können.


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Gestern habe ich in einer Wochenzeitung eine Umfrage unter jungen Frauen gelesen, alle Befragten fanden für sie sei die Gleichberechtigung angekom-men. Davon ausgenommen sei das Lohngefälle, viele würden immer noch für gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer. Das Wahlrecht ist für sie selbst-verständlich, so selbstverständlich, dass viele die Gelegenheit dazu nicht nutzen. Schade!

Eine 18-jährige Frau sagte: „Wir können in der Schweiz über Lohnfragen dis-kutieren, während Frauen in anderen Kulturen mit ganz anderen, größeren Problemen konfrontiert werden.

Bildquellen: 1) Wikipedia 2) Swiss Federal Council 3) Juso Schweiz 4) parlament.ch