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Mittwoch

Ohrenwärmer ~ Englisch-Kurs ~ Goethe-Film

Gestern habe ich ein langjähriges Objekt meiner Begierde gefunden – ein Ohrenwärmer.

Was habe ich Winter für Winter danach Ausschau gehalten. Denn Mützen oder gar Hüte sind nicht mein Ding. Nun kann der Nordwind durch die Stadt-strassen fegen wie er will, meine Ohren bleiben warm und gut durchblutet, sind kuschelig verpackt im Plüschpelz.


Neuerdings besuche ich einen Englisch Sprachkurs. Der ist so interessant gestaltet, die beinahe zwei Stunden Unterricht sind jeweils im Nu vorbei.

Mein passiver Wortschatz in der Englischen Sprache ist ziemlich gross, ich verstehe sehr viel, doch wenn es ans Sprechen geht, dann ist da eine grosse Leere, die richtigen Worte lassen sich oft nicht abrufen. Das soll sich nun än-dern, mit diesem Kurs will ich mein aktives Sprachwissen fördern. Es sieht gut aus, dass ich dieses Ziel erreichen kann *freu*.


Da ich schon beim Thema Sprache bin, gestern war ich wieder einmal im Kino: Goethe!, auch über ihn gibt es jetzt einen Film↓. Allerdings wurde nur sein Leben als Jüngling beleuchtet, bevor er berühmt wurde. Der Schluss des Films zeigt dann den Erfolg seines ersten Romans.

Seine anfänglichen Schreibversuche und die Ablehnung seines Schreibstils durch den Vater, seine Verbannung in eine Schreibstube, dann die Begeg-nung mit Lotte, die romantische Liebe zu ihr und das Aus der leidenschaft-lichen Beziehung, noch bevor sie richtig begonnen hatte, sind die Themen des Filmes.
Bild Wikipedia gemeinfrei
Den Schmerz über das Erlebte verarbeitete er kreativ in einem Briefro-man „die Leiden des jungen Werthers“, ein europaweiter Bestseller damals.

Ist schon irgendwie ver-rückt alles so greifbar in der Phantasie und doch längst in der Vergangenheit versunken, die Zeit und die Menschen anno dazu-mal. Sein Werk hat bis heute überlebt, wer hätte das einst gedacht in seinen schwierigen Jünglingsjahren.

„Gestern, als ich wegging, reichte sie mir die Hand und sagte: »Adieu, lieber Werther!« – lieber Werther! Es war das erste Mal, dass sie mich Lieber hieß, und es ging mir durch Mark und Bein. Ich habe es mir hundertmal wie-derholt, und gestern Nacht, da ich zu Bette gehen wollte und mit mir selbst allerlei schwatzte, sagte ich so auf einmal: »gute Nacht, lieber Werther!« und musste hernach selbst über mich lachen.“

Sogar in das Computerzeitalter hat es der junge Werther geschafft, seine Leiden sind online zu lesen – HIER↓


Die Hauptdarsteller im Film, Alexander Fehling als Goethe und Miriam Stein als Lotte, haben mir ganz gut gefallen.

Und zum Schluss noch etwas Herbststimmung
vom Zürichsee der letzten Tage.


Alles Gute für den Rest der Woche
wünsche ich allen geschätzten Leserinnen und Lesern-:)