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Freitag

Herbstausflug auf das Stanserhorn ~ Vom Nebel in die Sonne

Ein einmalig schöner Tag war das letzte Woche am Donnerstag! Dem Nebel auf 1900 Meter entfliehen, die Sonne und die kraftvolle Energie des Berges in sich aufnehmen und abends angefüllt mit Freude und Dankbarkeit zuhause ankommen.

Diesen Bericht widme ich dem Projekt „schöne Momente Herbst/Winter“ von Katinka↓

Als Erstes die Reise mit dem Zug von Zürich nach Luzern, dann umsteigen für nach Stans↓, die ganze Anfahrt war in 1 ½ Stunden geschafft und dann konnte das Abenteuer starten-:)

Das Bergbahnticket und ein feines Mittagessen im Restaurant hatte ich bei einer Verlosung gewonnen, und es war höchste Zeit diese Gutscheine einzulösen, denn Mitte November ist Saisonschluss auf dem Stanserhorn↓


Man könnte auch zu Fuss auf das Stanserhorn *zwinker*


Die nostalgische Oldtimer-Standseilbahn↓, die 1893 erbaut wurde, brachte uns nach etwas Wartezeit (viele Sonnenhungrige wollten da hinauf) bequem bis auf etwa 1/3 der Bergeshöhe, dann hiess es umsteigen in die Luftseil-bahn. Ein etwas mulmiges Gefühl wollte sich in mir breitmachen, denn seht nur wie steil das hochgeht.



Als wir dann sanft die Nebeldecke passierten, war alle Besorgnis vergessen und innerlich und auch äusserlich triumphierten die Aahs und Oohs *lach*.

Selbst die Worte des netten Kondukteurs, der alle Fahrgäste aufs Freundlichste begrüsste und bereits von den köstlichen Mittagsmenus im Bergrestaurant schwärmte, nahm ich nur ganz entfernt wahr wie ein leises Echo, so faszinierte mich der Anblick, der sich in der Tiefe vor mir ausbreitete.

 

Oben war es wie ankommen in einer anderen Welt, so als hätten wir die Dimension gewechselt und wären in einem kleinen Paradies gelandet.


(Bilder durch anklicken und zoomen vergrössern)


Erstmal mussten wir unsere Jacken ausziehen, denn dass es da oben so warm sein würde, damit hatten wir nicht gerechnet, auch etwas Sonnen-schutz durfte nicht fehlen. Und dann staunen und nochmals staunen, bevor wir loszogen um ganz auf die Spitze hinaufzugelangen.


Das Finsteraahorn↓ ist 4274 m hoch, der höchste Gipfel der Berner Alpen.


Die Bergbauern nutzten das herrliche Wetter zum Heuen
unter tatkräftiger Mithilfe der Jugend.


Der Duft nach frischem Heu, würzig und Natur pur…
…und Schwerstarbeit am Steilhang.


Was sie denn mit all dem Heu machen würden?
fragte eine Amerikanerin. Wir wussten die Antwort:
This is food for the cows during wintertime.


Nach einem 20minütigem Aufstieg mit immer wieder Pausen um zu schauen und zu staunen, erreichten wir die Spitze des Horns, was für eine Aussicht! Im Norden das Nebelmeer, welches den ganzen Tag nur wenig weichen wollte.


Die Quantentheorie
lässt keine völlig objektive Beschreibung der Natur mehr zu.
Werner Heisenberg, Physik und Philosophie


Im Nordwesten enthüllt sich der Pilatus↓
und ein Teil des Vierwaldstädtersees↓


Im Südwesten immer mehr Auftauchen von Land,
mit ein bisschen Phantasie fühlte ich mich beinahe wie Kolumbus *lach*



Feine Nebelschleier verliehen der Landschaft etwas geheimnisvoll Schweben-des. Ist unsere Welt wirklich so fest wie wir glauben, oder gaukeln uns das un-sere Sinne nur vor? Die Physiker wissen da schon einiges mehr und auch die Mystiker sind diesem Geheimnis nahe.




Vielen Bergbewohnern ist das Gebet als Ausdruck des Dankes
und der Fürbitte eine Herzensangelegenheit.


Und ganz im Süden klare Sicht,
traumhaft schön!


Der Titlis↓ ist 3239 m hoch,
er gehört zur Gebirgsgruppe der Urner Alpen und ist im Winter
ein Paradies für Skifahrer.


Mit einer umgestürzten Crèmeschnitte verglich ein Wanderer den Titlis-:)


Auf diesen Wegen sind unsere Füße DAS Transportmittel,
Räder bringen uns hier nicht weit.


Von unten der durch die Entfernung gedämpfte Klang
der bimmelnden Kuhglocken,
ein friedliches Geräusch. Erholung für Stadtohren-:)


Auch auf diesen Höhen war der Herbst
mit seinem Pinsel unterwegs um da und dort etwas Farbe aufzutragen.




Einfach dasitzen oder stehen, Augen und Herz offen und genießen.



Der Unterschied zwischen Landschaft und Landschaft ist klein;
doch groß ist der Unterschied zwischen den Betrachtern.
Ralph Waldo Emerson



Im Norden blieb die dicke Nebeldecke den ganzen Tag liegen,
darunter ist der Vierwaldstädtersee gut eingepackt und versteckt-;)


Noch ein Sonnenbad auf der Terrasse des Bergrestaurants und dann…


…waren diese schönen Momente
an einem Herbsttag im Oktober schon bald wieder Vergangenheit.


Zurück ins Tal, müde und zufrieden…


…unten in Stans noch ein Blick zurück auf den Berg.

Das Tor zur einer anderen Welt hat sich mir geöffnet, denn bis anhin war ich mehr See- und Meerfan, nun hat auch die Bergwelt mein Herz erobert-:)))

DANKE ~ MERCI ~ GRAZIE ~ GRAZIA

Ein etwas langer Bericht, ich weiß, doch wahrscheinlich werde ich mich erst in einer Woche wieder melden, es bleibt also genügend Zeit zu lesen und zu betrachten, wer das möchte.

*Winke* ins Wochenende
und für Euch hoffentlich auch einmal das Glück
die Sonne über dem dicken Nebel zu entdecken!