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Dienstag

Man ist nie zu alt…

…sein Leben oder seine Meinung zu ändern. Das Leben hat viele Dimensionen…sagt Henning Mankell in einem Interview, das ich soeben gelesen habe. Ein richtiger Aufsteller heute morgen!

Ich habe es gar nicht richtig realisiert, dass der Krimi-Autor bei der Schiffs-Hilfsaktion im Gazastreifen dabei war ( HIER↓ zu einem Video, wo er darüber spricht). Alle Achtung!

Drei Fragen und Antworten aus dem Interview:
Und was haben Sie derzeit zu sagen?
Die grosse Kluft zwischen denen, die haben, und jenen, die nichts haben, beschäftigt mich. Sie wird immer grösser, und alle anderen Probleme sind damit verknüpft. Zum Beispiel gibt es sehr arme Menschen, die kein Essen kochen können, ohne Bäume zu fällen. Es ist deshalb eine absolute Illusion zu glauben, man könne die Probleme einzeln lösen.

Hand aufs Herz, glauben Sie, dass diese Welt besser werden kann?
Das muss ich glauben. Ich muss glauben, dass die Menschen vernünftige Wesen sind. Ich glaube an das was Voltaire sagte: Wir leben, um zu verstehen, um eine Erleuchtung zu haben.


Gibt es Dinge, die im Alter schöner werden?
Kürzlich habe ich einem Vogel zugehört. Er hat in 20 Minuten 18 Triller gesungen und sich kein einziges Mal wiederholt. Für solche Dinge hat man mehr Zeit, das ist was Schönes.

Aber eigentlich ist das Leben eine Tragödie. Man kämpft ja immer. Um Wissen zu bekommen, um glücklich zu werden – was immer das auch ist -, um irgendetwas. Am Ende verliert man alles. Ich versuche, damit klarzukommen, indem ich das tue, was ich für wichtig halte: anderen Menschen zu helfen. Wenn ich das eines Tages nicht mehr tun kann, werde ich wohl sehr rasch sterben.

…Meine Definition von Liebe ist, einen Menschen zu finden, von dem ich möchte, dass er meine Hand hält, wenn ich sterbe.

Das ganze Interview ist HIER↓ zu lesen.

Das Interview könnte mich direkt dazu bewegen, eines seiner Bücher zu lesen, obwohl ich kein Krimifan bin *lächel*.
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