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Donnerstag

Gedanken auf dem Nachhauseweg


gearbeitet wird hier auch…


Wohnungen werden immer mehr zum Mangelobjekt, seit dem Freizügigkeitsabkommen↓ hat die Zuwanderung aus dem EU-Raum nach Zürich stark zugenommen, am meisten aus Deutschland.

Gebaut wird zwar, wie die vielen Kräne anzeigen, doch wer jetzt eine einigermassen zahlbare Wohnung sucht↓, muss mit vielen Enttäuschungen rechnen. Ich bin echt glücklich über meine Wohnung, auch wenn ich täglich viele Treppen hinunter und hinauf in den 3. Stock steigen muss.


Früher waren diese Dachterrassen gedacht um die Wäsche zum Trocknen aufzuhängen, heute wird da abends gegrillt und ganz nahe am Himmel die Abendruhe zelebriert, den Stadtlärm fast nicht mehr wahrnehmend.


Noch schnell etwas Einkaufen beim Umsteigen vom Tram in den Bus im 22.00 Uhr-Shop, eine junge freundliche Russin bedient an der Kasse. Welchen Wind hat sie wohl nach hierher geweht?


Das lässt mich weiter sinnieren, was ich die letzten Tage gelesen und am Radio gehört habe über den Strassenstrich, der sich immer mehr ausweitet in die Wohnquartiere↓.

Als Folge des Freizügigkeitsabkommens mit der EU kommen immer mehr junge Frauen aus dem Osten meistens aus Ungarn in die Stadt um hier für drei Monate diesem Gewerbe nachzugehen, leider werden sie oft von brutalen Zuhältern begleitet. Das bringt recht viel Unruhe und auch Angst in die betroffenen Gebiete, die bis anhin von solchen Widrigkeiten verschont blieben.

Und nun ist mir doch der Bus vor der Nase abgefahren…


Acht Minuten bis der nächste eintrifft, so beschliesse ich den Heimweg per pedes anzutreten, ich trage ganz bequeme neue Turnschuhe, erst gestern gekauft, nichts tut weh, ich gehe wie auf Wolken, *lach* ich werde aufs Alter noch zum Turnschuhfan.

Drei Sonnentage stehen vor uns, da werde ich alle Gedanken an Krieg, Katastrophen, Verschwörungen und, und, und, mal ganz weit weg schieben und mich ganz der Freude verschreiben, let the sunshine in!