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Mittwoch

Die Ehre dieser Welt ~ Todesstrafe

Es kann die Ehre dieser Welt
dir keine Ehre geben.
Was dich in Wahrheit hebt und hält,
muss in dir selber leben.
Theodor Fontane

Im Moment bin ich ganz ohne Inspiration etwas zu schreiben. Ich versuche es einmal mit obigem Spruch, der gestern das Kalenderblatt zierte, und der mich angesprochen hat.

Ich bin immer wieder ergriffen, wenn ich im Internet lese, wie Politiker oder andere in der Öffentlichkeit stehenden Menschen fertig gemacht werden. Wie da in Blogs Verunglimpfungen ausgeteilt werden, das lässt mich richtig gehend erschaudern. Oft verstehen sich diese Schreiber als Kämpfer für eine bessere Welt, doch ich frage mich wie so eine Welt aussehen würde, wenn sie verbal so auf ihre Gegner einstechen.


Ja, es geschieht viel Schreckliches, Abscheuliches auf dieser Welt, doch haben wir nicht schon einige Mal in unserer Geschichte erlebt, dass die Kämpfer oder Revolutionäre dann ebenso grausam handelten wie jene, die sie deswegen bekämpften, dass sie genauso machthungrig agierten und die Menschen erbarmungslos ausbeuteten.

Klar, soll man Missstände offen legen und darüber berichten, doch schlussendlich ändert sich nichts, wenn nicht jeder Mensch ebenso an sich selbst arbeitet, auch mal im eigenen Inneren schaut ob da nicht einiges zu beleuchten und ins Bewusstsein zu bringen ist. Wie sagte Ghandi „Auge um Auge und bald wird die ganze Welt blind sein.“


Gestern glaubte ich nicht recht zu hören als sie im Radio mitteilten, dass jetzt dann eine Gruppe in unserem Land Unterschriften für eine Volksinitiative sammeln will um die Todesstrafe wieder einzuführen (HIER↓), formell sei nichts dagegen einzuwenden.

Wo leben wir denn eigentlich, die Todesstrafe wurde abgeschafft, und es darf nicht möglich sein, auch nicht über den Abstimmungsweg diese wieder einzusetzen. Es gibt gewisse menschliche Grundsätze, die müssen unumstösslich sein. (Gerade gelesen, die Initianten seien zurückgekrebst, himmelseidank↓)

„Was dich in Wahrheit hebt und hält muss in dir leben“, diese Aussage können wahrscheinlich alle bestätigen, die schon einmal verleumdet wurden. Entweder verbittert jemand darüber oder er geht gestärkt daraus hervor, besinnt sich auf seine inneren Werte, die ihm niemand nehmen kann, die ihn heben und halten


Fast wäre ich auf ein Fake hereingefallen, berichtete doch einer in seinem Blog am 27. August um 00.30 Uhr würde der Mars so nahe beim Mond stehen, dass es aussähe wie zwei Monde am Himmel. Glücklicherweise habe ich noch recherchiert und gesehen, dass schon letztes Jahr dieselbe Mär erzählt wurde, doch schön wäre es allemal gewesen dies zu beobachten.

(Bild Erde von Nasa)