.... Wie das Wetter am Frühlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang ....

Donnerstag, 8. März 2012

Vollmond und Tag der Frau ~ Zartes Frühlings-Erwachen

Heute fallen der volle Mond und der Tag der Frau zusammen, bedeutungsvoll, wer weiss.

In früheren Kulturen spielte der Mond mit seinem zyklischen Verlauf von Werden und Vergehen im Leben der Frauen eine wichtige Rolle. Allzu viel weiss ich nicht darüber, denn ich gehöre einer Generation an, wo diese Verbindung Frau und Mond immer mehr in Vergessenheit geriet. Ein wenig habe ich im Internet gestöbert und DIES↓ gefunden.

Der 8. März heute wird weltweit, wie jedes Jahr, als Tag der Frau gefeiert. Wir Frauen haben in unserer westlichen Zivilisation ein hohes Mass an Frei-heit verwirklicht. Viele Frauen sagen heutzutage, mein Körper gehört mir, ob das so stimmt, sei dahingestellt. Vom Standpunkt der Vergänglichkeit, vom Werden und Vergehen her betrachtet, ist dem eher nicht so, finde ich.


Vor ein paar Tagen habe ich erfahren, dass nun auch in der Schweiz eine Frau mit bald 70 Jahren (66) Mutter geworden ist. Sie liess sich im Ausland fremde künstlich befruchtete Eier einsetzen (hier ist dieser Eingriff nicht erlaubt) und brachte dann mithilfe eines Kaiserschnittes in einem CH-Spital Zwillinge zur Welt HIER↓

Wenn die Kleinen 10 Jahre alt sind, geht ihre Mutti langsam aber sicher dem 80. Lebensjahr entgegen. Vorausgesetzt, sie wird nicht vorher krank oder schlimmeres. Wahnsinn! In meinen Augen ist es unverantwortlich von den Ärzten einer Frau im Seniorenalter eine so späte und unnatürliche Schwanger-schaft und Geburt mittels eines künstlichen Eingriffes zu ermöglichen.

Und das angeführte Argument auch alte Männer würden Väter und niemand störe sich daran, hinkt. Immerhin ist meist noch eine erheblich jüngere Mutter da, die im Krankheits- oder Todesfall des Vaters für das Kind sorgt.

Vielleicht wäre es gut, wenn wir Frauen uns wieder mehr an unsere Verbin-dung zur Natur und zu den Mondzyklen mit ihrem Werden und Vergehen erinnerten. Dies könnte ein Hineinstürzen in die Falle solch medizintech-nischer Möglichkeiten und in einen unbegrenzten Jugendwahn auffangen.

Ein Aufsteller ist für mich das zarte Wiedererwachen
der Natur täglich zu beobachten.
Einige Bilder, aufgenommen am 2. März an einem wunderschönen
Vorfrühlingstag


Noch zur Stadt gehörend und doch ausserhalb von ihr: Am Hönggerberg



Spazieren oder am Waldrand sitzen bei herrlichen 15 Grad C


Der erste gesichtete Schmetterling in diesem Jahr


Auch dem Raben gefällt es hoch oben auf dem Baum


In den Schrebergärten über der Stadt wird bald wieder fleissig gearbeitet


Aufgeladen mit neuer Energie von Sonnenschein und Naturerwachen
geht es wieder hinunter ins Häusermeer der Stadt.


Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
Im goldnen Sonnenschein.

Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat, es blinkt der See
Im Frühlingssonnenstrahl.

Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.

Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein

Annette von Droste-Hülshoff 1797-1848

Sonntag, 4. März 2012

Neugierige Frage: Land oder Stadt? ~ Von Menschen und Füchsen

Seit 40 Jahren lebe ich nun ununterbrochen hier in der Stadt. Da bin ich wohl ein Stadtmensch, obwohl ich mich manchmal nach der Stille einer ländlichen Winteridylle sehne, tiefer Schnee, der alles Laute verschluckt. Labsal pur, so stelle ich mir das vor.

Allerdings habe ich das Glück nicht eingequetscht von grossen Wohnblocks in einer eher ruhigen Seitenstrasse zu wohnen. In einer Viertelstunde bin ich im Wald, und in zwanzig Minuten am See.

Und da ich in der obersten Etage logiere, habe ich auch täglich Kontakt zum Himmelsgeschehen, als Sternen- und Mondguckerin, oder Bewunderin des Lichts der auf- und untergehenden Sonne.

Ein Mittelweg zwischen Anonymität und der Möglichkeit am Stadtleben teil-zunehmen ist ideal für mich. Rückzug ist mir lebensnotwendig. Ich hatte nie den Drang aufs Land zu ziehen, möglicherweise wäre ich mir dort fremd und deplaziert vorgekommen.


Ich schätze die Vielfalt der Menschen, die in unserer Stadt leben, im Moment gesamthaft aus 166 Nationen. Die Stadt↓ ist wie ein Schmelztiegel, die Bewohner nehmen etwas von unserer Kultur auf und geben etwas von ihrer ab, zu unserer und ihrer Bereicherung.

Ende 2011 wurden 390'082 Einwohner gezählt, der Ausländeranteil ist 31%. Die grösste ausländische Gruppe bilden im Moment die Deutschen, 2003 lösten sie die Italienerinnen und Italiener als meistvertretene ausländische Nation ab. HIER↓

Natürlich gibt es immer wieder mal Konflikte im Zusammenleben und auch Kriminalität. Letzteres musste ich in all den Jahren nie am eigenen Leib erfahren, abgesehen von zwei, drei kleineren Diebstählen.

Allerdings ist nun ein Punkt erreicht, wo eine weitere Zuwanderung kritisch wird, finde ich. (Siehe mein Beitrag über die Ausbeutung gewisser Wohnungs-vermieter HIER↓)


Was mich hin und wieder etwas nervt, ist der Lärm, der in den letzten Jah-ren merklich zugenommen hat.

Sei es, das in der nahen Umgebung bis in alle Nacht gegrillt und lauteste Gespräche geführt werden (sofern es draussen warm ist) oder der Baulärm, der vielerorts deutlich präsent ist. Gut zwei Jahre hatten wir in allernächster Nachbarschaft unter letzterem zu leiden.

Bis jetzt gelang es mir, mich auf die eine oder andere Weise damit zu arran-gieren. Mein Vorteil ist, dass ich pensioniert bin, und deshalb nicht mehr so abhängig von regelmässigen Schlafenszeiten. Das erleichtert das Ertragen so mancher Lärmsituation.

Ich fühle mich gut aufgehoben in der Stadt mit ihren Stadtmenschen und der Natur, die auch hier noch vielfach zu finden ist.

Zum Wohlgefühl tragen auch die zahlreichen städtischen Einrichtungen bei, wie all die wunderschönen Stadtparks↓, die Seepromenade und der Uetliberg, unser Hausberg (ein früherer Beitrag von mir zum Uetliberg HIER↓).

Allerdings in so einer Riesenstadt wie New York möchte ich dann doch nicht leben.


Kürzlich war ich an einem Vortrag über Wildtiere in unserer Stadt. Ein Wild-hüter informierte die zahlreich erschienen Städterinnen und Städter über das „wilde“ Leben tag und nachts von all den Nahrung und Wohnraum suchen-den pelzigen und geflügelten Mitbewohnern in unseren Stadtquartieren. HIER↓

Ob ihr es glaubt oder nicht etwa 1200 Füchse wohnen und verköstigen sich hier, sie haben ihre Verstecke in Parks und auf Friedhöfen oder hin und wieder mal in einem Hinterhof. Auch in unserem kleinen Garten hinter dem Haus, wurde schon eine rote Pelznase gesichtet.

Das Gebot der Stunde ist: Den Fuchs nicht zu füttern, zum Besten des Tieres und von uns.


Eine kuriose Geschichte wusste der Wildhüter zu erzählen. Da fütterte eine ältere Frau so einen Fuchs täglich, so dass er all seine Menschenscheu verlor und sich sogar in ihre Wohnung hinein wagte. Einmal vergass sie die Schlaf-zimmertüre zu schliessen und flugs rollte sich das Füchslein auf ihrem Bett zusammen um ein kleines Nickerchen zu tätigen.

Nun bekam es die Frau mit der Angst zu tun und rief den Wildhüter, der vertrieb den Fuchs zusammen mit einem Kollegen. Sie klärten die Frau an-schliessend auf, dass Füchse, die die Scheu vor den Menschen verlieren, erlegt werden müssen. HIER↓ mehr zu unseren Stadtfüchsen.

Die letzten Jahre meines Lebens werde ich kaum noch von „meiner“ Stadt wegziehen, und ganz bestimmt nicht aufs Land. Na gut, sag nie NIE! *zwinker*

Dies ist meine lange Antwort am Sonntag auf die neugierige Frage am Donnerstag, dem Projekt von Kerstin:

STADTMENSCH ODER LANDMAUS?? Wozu zählt ihr? Wo fühlt ihr Euch am wohlsten? HIER zum Projekt↓

Habt eine gute Woche!

Bildquellen
Alle Bilder sind von mir ausgenommen

Sonntag, 26. Februar 2012

Royals heute und damals ~ Demokratie

Mal was ganz anderes: Gestern habe ich vom Projekt „Neugierig am Donners-tag“↓ erfahren. Na gut, heute ist Sonntag, etwas spät, doch ich will es auch mal versuchen.

Die neugierige Frage ist: FÜRSTEN, PRINZEN, KÖNIGSHÄUSER interessiert Euch was in der Welt der Royals passiert und verfolgt das vielleicht sogar Alles sehr aufmerksam? Oder ist Euch das Jacke wie Hose?

Meine Antwort dazu ist: Na ja, ich nehme es so nebenbei wahr, in den Blogs und auf den Titelseiten der Illustrierten, wenn wieder jemand geheiratet hat oder ein blaublütiges Kleines das Licht der Welt erblickte, wirklich verfolgen tue ich es nicht.


Interesse hatte ich damals am Schicksal von Diana, da habe ich auch viel gelesen und seit ich im Internet unterwegs bin, informierte ich mich etwas über die Hintergründe ihrer Geschichte. Ob das alles wahr oder unwahr ist, was da so geschrieben steht, kann ich nicht beurteilen.
 
Ein Sympathieträger ist für mich aus diesem Grund Prinz William, der erste Sohn von Diana, deshalb schaute ich auch seine Hochzeit mit seiner geliebten Kate live online *zwinker*.
 
 
Ansonsten bin ich eine überzeugte Demokratin, Royals repräsentieren für mich die Vergangenheit, sie gehören einer untergegangenen Epoche an. Eine zeitlang habe ich mich für verschiedene Biografien, vor allem von weiblichen Schicksalen dieser damaligen Gesellschaftsschicht interessiert.



Da las ich so einiges und schaute auch Filme. Wie z.B. über Anne Boleyn, Maria Stuart, Königin Elizabeth die I., Königin Viktoria und über das Schicksal der letzten Zarin Alexandra Fjodorona ehemals Alix von Hessen und bei Rhein, großherzogliche Prinzessin von Hessen-Darmstadt.

Dann die Gestalt von König Heinrich dem VIII (England)↓ und seiner absolu-ten Macht über Leben und Tod seiner Untertanen und seiner Gemahlinnen.

Das war ein blutrünstiges Gemetzel in Henrys Jahrhundert! Einmal waren die Reformer der christlichen Religion auf dem Scheiterhaufen, dann wieder die Katholiken, je nachdem welche Kirche das jeweilige Herrscherhaus gerade unterstützte.

Ich bin wirklich froh in einem Land mit demokratischen Strukturen zu leben, diese absolute Macht der damaligen königlichen Herrscher, selten Herrscher-innen, finde ich schauerlich. Ich denke die letzten Spuren dieser blaublütigen Elite werden über kurz oder lang total in der Vergangenheit versinken.

Ich hoffe wir werden bald alle reif für echte Demokratie, immer mehr und weltweit!

Unter Demokratie verstehe ich, dass sie dem Schwächsten
die gleichen Chancen einräumt wie dem Stärksten.
Mahatma Gandhi

Biografien aus Wikipedia
1. Anne Boleyn↓
2. Königin Elizabeth I.↓
3. Königin Victoria↓
4. Zarin Alexandra↓
5. Prinzssin Diana↓

Bildquellen
Alle fünf Bilder sind von Wikipedia und gemeinfrei